Die St.-Wendelin-Kapelle wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von József Szily errichtet.
Die erste Erwähnung finden wir in der Kanonischen Visitation des Diözesanbischofs im Jahr 1817. Die Kapelle wurde 1944‒45 beschädigt. Trotz Restaurierungsbemühungen konnten der Reichsaltar und das Altarbild mit dem gleichnamigen Heiligen Wendelin nicht gerettet werden.
Die besondere, kreisförmige Kapelle befindet sich zwischen Bia und Torbágy an einem steilen, bewaldeten Berghang in der Nähe der Weinberge, im Waldgebiet Iharos. Die klassizistische Fassade wird durch zwei Wandpfeiler und zwei freistehende Säulen verziert. Die Pfeiler stützen das Brückensystem (Architrav) – das mit dekorativen Elementen (Triglyphen) versehen ist – und den Tympanon aus Schutzsteinen.
Der Säulenvorplatz führt zu einem halbrunden hohen Tor. An beiden Seiten sind elegante, versteckte ovale Fenster mit Eisengittern zu sehen. Die mit beweglichen Dachvorsprüngen und geschwungenen Ziegeln bedeckte Kuppel war früher mit einem vierseitigen Blechaufsatz (einem Turm auf der Kuppel mit Fenstern zur Innenbeleuchtung) verziert.
Das Innere des Bauwerks hat einen kreisförmigen Grundriss und einen Kuppelgewölberaum. Der von Antal Szily 1833 angefertigte Grabstein ist in der Mitte des Bodens zu sehen, und das Grabmal der Familie Szily befindet sich unter der als Rundbau gestalteten Terrasse vor der Kapelle.
Die Kapelle wurde in den 1950er und 1960er Jahren teilweise restauriert. Sie befindet sich nun im Eigentum des ungarischen Staates und wird von Pilisi Parkerdő Rt. betrieben. Die Kapelle wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein für verfallene Denkmäler und Pilisi Parkerdő Zrt. von der Gemeindeverwaltung Biatorbágy, der ungarischen Regierung, der Bezirksverwaltung Pest, dem Amt für Denkmalschutz und mit Unterstützung der örtlichen Bürger und Unternehmen sowie der Kulturstiftung Biatorbágy renoviert.
ST.-WENDELIN-KAPELLE
Biatorbágy, Iharos utca
GPS: 47.460563,18.843344
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